Bertha Pappenheim
Porträt Bertha Pappenheim, 1905
© Leo Baeck Institut, New York
Bertha Pappenheim (1859-1936) gründete den Jüdischen Frauenbund. Sie setzte sich ihr Leben lang erfolgreich für die Rechte und Bildung von jüdischen Mädchen und Frauen ein und kämpfte gegen Prostitution und Mädchenhandel.
Bertha Pappenheim war eine starke Persönlichkeit mit einer wechselhaften Lebensgeschichte. Zu diesen unterschiedlichen Lebensabschnitten gehören ihre traditionell-orthodoxe jüdische großbürgerliche Herkunft und Erziehung ebenso wie ihr feministisches Engagement, das zur Gründung eines Heims des Jüdischen Frauenbunds in Neu-Isenburg führte, oder auch ihre vermeintliche Erkrankung an Hysterie, die in den »Studien zur Hysterie« von Sigmund Freud und Josef Breuer als Fallgeschichte der Anna O. geschildert wird.
Die verschiedenen Organisationen und Aufgaben des Jüdischen Frauenbundes
Bertha Pappenheims scharfe Kritik an der Kopfbedeckung für Frauen im Judentum.
Bertha Pappenheim (ganz rechts) als Heimmutter
© Institut für Stadtgeschichte Frankfurt/Main
In unserer Geschichte über Bertha Pappenheim vermitteln wir anhand von Zitaten, Fotografien und Faksimiles einen Eindruck ihrer facettenreichen Persönlichkeit sowie ihres sozialen und politischen Wirkens.
Besonders ausführlich berichten wir über das Thema »Neu-Isenburg«, zu dem wir zahlreiche Bilder des Heimlebens sowie Interviews mit zwei Zeitzeuginnen aus einem Dokumentarfilm des hessischen Rundfunks zeigen.

